Bali.....Oh Bali!

Nach 3 wundervollen Wochen in Kapstadt ging es für uns weiter nach Bali. Wenn es in Richtung Heimat gegangen wäre, wären wir unendlich traurig gewesen...aber nachdem die Reise ja weiter ging, konnten wir es verschmerzen. Der Flug ging wieder über Dubai, auch dieser hat sehr lange gedauert. Glücklicherweise war es wieder ein Nachtflug, wobei die Kinder nur auf dem ersten Flug viel geschlafen haben…

 

Da wir wussten, dass wir 6 Wochen in Bali bleiben würden mussten wir uns um ein Visum kümmern. Mittlerweile darf man Bali ohne Visum für 30 Tage als Tourist besuchen.

 

Wer länger bleiben möchte muss ein Visum beantragen oder kann alternativ für ein paar Stunden nach Singapur oder Kuala Lumpur ausreisen (Für uns als 4-köpfige Familie war das Visum die günstigere Variante!). Dies kann man entweder noch zu Hause im Konsulat machen (was ich empfehlen würde) oder in Indonesien direkt.

 

Man geht nach der Ankunft also an den Schalter – Visa on Arrival – und bezahlt 35 € pro Person, Bargeld oder Kreditkarte wird akzeptiert. Hier erhält man eine Quittung, welche man gut aufbewahren muss, da es damit nicht getan ist. Man muss innerhalb dieser 30 Tage nochmal zur Imigrasi um das tatsächliche Visum zu erhalten. Mehr dazu könnt ihr bei Indojunkie nachlesen...ich fand es sehr hilfreich und gut erklärt.

Nachdem wir erst kurz vor Mitternacht in Denpasar gelandet sind haben wir uns für die ersten beiden Nächte ein Hotel in Kuta genommen. Mit dem Taxi ging es also vom Flughafen Richtung Hotel. Lasst euch nicht beirren – handelt die Fahrer runter. Die Fahren euch für jeden Preis, versuchen aber natürlich das Beste rauszuschlagen. Kuta ist ein wahnsinnig touristischer Ort. Sehr laut, schmutzig und einfach gar nicht schön. Für uns war es super, da unser Hotel etwas abgelegen war und wir dort mit dem Pool völlig zufrieden waren. Trotzdem waren wir froh, als wir von unserem nächsten Gastgeber abgeholt wurden und unsere Fahrt Richtung Ubud ging.

 

 

Auf Bali hatten wir die meiste Zeit unsere eigenen Häuser. Sie sind hier sehr günstig, haben alle einen eigenen Pool und Küche, Frühstück ist normalerweise im Preis inbegriffen, die Zimmer werden täglich gerichtet und in vielen Unterkünften hat man sogar Bedienstete, die für einen Kochen, wenn man das denn möchte.

 

Die Häuser werden hier alle Villa genannt...oder wie die Balinesen es aussprechen – Billaaaa. Was hier auch ein absolutes Muss ist – sich einen Scooter auszuleihen. Das ist hier das meist gefahrene Verkehrsmittel. Die Balinesen transportieren alles auf diesen Dingern. Wir hatten die meiste Zeit einen Roller für uns alle 4. Es gibt größere Modelle, wo alle gut Platz haben was sehr zu empfehlen ist. Eigentlich muss man einen Helm tragen, das wird hier aber nicht so ernst genommen. Wir hatten immer einen auf – der Verkehr hier ist verrückt. An einer roten Ampel hält kaum einer und man muss sich auch erst einmal an den Linksverkehr gewöhnen.  

In Ubud hatten wir eine tolle kleine Villa mitten in den Reisfeldern. Also absolute Ruhe...ein starker Kontrast zu unseren ersten beiden Nächten in Kuta. Die Villa hier wurde von Ketut und seinen erwachsenen Kindern betrieben und somit fühlten wir uns ganz wie zu Hause. Es war rund um die Uhr jemand direkt vor der Unterkunft...

 

Ilu hatte 4 Hunde inkl. einem Welpen, der es den Kindern natürlich besonders angetan hat. Die Kinder konnten hier tun und lassen was sie wollten. Ketut ist täglich mit den Jungs im Reisfeld spazieren gegangen, hat sie zu Rollerfahrten mitgenommen oder ihnen zu Essen gegeben. Mit Kindesaugen gesehen – ein Paradies.

 

Ubud ist in der Mitte der Insel gelegen und ca. 45 Minuten vom nächsten Strand entfernt. Hier haben wir die meiste Zeit am Pool verbracht und waren Abends in der Stadt essen. Natürlich haben wir auch ein paar Ausflüge gemacht, aber im großen und ganzen war es eine chillige Woche.

Tegalalang Rice Terrace

 

Hier wird der Reis auf verschiedenen Ebenen angebaut und man kann über kleine Wege auf und ab laufen. Es ist eine tolle Kulisse.

Wir empfanden es aber eher als Touristenattraktion, da der Reis bei weitem nicht so grün und hochgewachsen war wie bei unserer Villa.

 

Es gibt noch eine ursprünglichere Rice Terrace im Norden der Insel, ist allerdings eine lange Fahrt von Ubud.

 

Die Fahrt dort hin dauert von Ubud aus ca. 20 Minuten. Es kostet keinen Eintritt, allerdings stehen Einheimische mitten drin und verlangten eine Spende um weiterlaufen zu dürfen. Haben wir dann auch gemacht...

Tegenungan Waterfall

 

Hier sind wir mit unserem Roller hingefahren. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten von Ubud. Nachdem man ein paar Euro Eintritt bezahlt, die Kinder sind umsonst, geht man eine sehr lange Treppe hinab und kommt über einem steinigen Weg direkt zum Wasserfall. Auch hier war es sehr voll mit Touristen. Wir haben im ganzen vielleicht eine Stunde hier verbracht. Handtuch nicht vergessen...nach dem Abstieg braucht man eine Abkühlung. Allerdings muss man die Stufen alle wieder hochlaufen...oben gibt es Cafe’s wo man sich was kühles zu trinken kaufen kann.

In Ubud Stadt gibt es zig Cafes und Restaurants in denen man lecker essen kann. Die meisten Restaurants sind für balinesische Verhältnisse relativ teuer – für uns Europäer aber immer noch günstig. Trotzdem haben wir während unseres Aufenthaltes auf Bali versucht meist wie die Einheimischen zu essen. Wir waren viel in den sogenannten Warungs, wo man gut und reichlich für ca. 3 € inklusive Getränk essen kann. Auch an den Straßenständen oder Märkten gibt es viele Leckereien die noch günstiger sind als Warungs. Man muss es nur mal probieren...es macht wirklich Spaß.

 

Unser Host hat uns ein mal mitgenommen um Suckling Pig zu essen...Spanferkel nach balinesischer Art. Ich wusste nicht, dass man Spanferkel so scharf essen kann. Die Einheimischen benutzen übrigens nie Besteck...hier wird mit Händen gegessen. Andrijan war riesiger Fan davon...endlich mal essen zu dürfen wie er möchte!

 

 

Als wir in Ubud waren fand gerade ein wichtiger Feiertag der Buddhisten statt und unsere Gastfamilie war so lieb und hat uns mit in den Tempel genommen. Wir wurden mit der Landes typischen Tracht eingekleidet und durften uns die Zeremonie mit ansehen. Es war wirklich wunderschön und sehr beeindruckend.

 

Diese Tempelbesuche finden nur alle 6 Monate statt. Für die restliche Zeit besitzt jede Familie ihren eigenen Tempel wo sie betet.

 

Ilu hat mich einen Morgen mit auf den Markt der Einheimischen genommen. Es ist natürlich noch mal was ganz anderes, wenn man nicht als Tourist unterwegs ist, sondern mit einem Einheimischen mit kommt...war total schön!

Nach einer Woche Ubud war es Zeit für einen Ortswechsel und die Reise ging weiter nach Canggu. Vielen Dank an Kethut, Ilu und Kiko für diese unvergessliche Zeit in Ubud! Wer auch gerne mal Gast bei Kethut sein möchte kann die Villa hier buchen!

 

Canggu ist der Ort für Surfer auf Bali. Und die Sonnenuntergänge sind atemberaubend...Auch hier hatten wir wieder eine Villa am Echo Beach – dieses mal riesig und mit Bediensteten - wobei wir es nicht in Anspruch genommen haben. Frühstück wird einem sowieso serviert und das Essen ist hier so günstig, dass es sich gar nicht lohnt die Mitarbeiter zum Einkaufen zu schicken.  

 

 

 

 

Auch hier waren wir wieder sehr viel am Pool oder am Strand. Die Kinder fanden es sehr spannend die Surfer am Strand zu beobachten und wir haben in Ruhe ein paar Bintang getrunken.  

Aber was man in Canggu am besten machen kann ist Essen!! Es gibt zig Cafés, die das Beste und gesündeste Essen für einen kreieren. Man bekommt jede Art von Smoothie oder Smoothie Bowl, Chia Pudding, vegetarische Köstlichkeiten, viele Cafés sind komplett Vegan und unfassbar lecker - Healthy Heaven eben!! Unsere absoluten Favoriten waren das Beetelnut Café, Crate, Shady Shack, Monsieur Spoon, Poke Poke, The Piring Daun.

Das beste “Local Food” bekommt man in den Warungs...das Essen ist in einer Vitrine aufgebaut. Nachdem man sich für braunen oder weißen Reis entschieden hat deutet man einfach auf die verschiedenen Schüsseln und die Mitarbeiter stellen einem einen Teller zusammen. Wir haben zu viert nie mehr als 120 000 Rupia inkl. Getränke für alle gezahlt, was etwa 8,50 € entsprach. Anfangs waren wir skeptisch ob das wohl schmecken würde...nachdem wir es zum ersten mal probiert haben, haben wir kaum mehr etwas anderes gegessen. Sogar die Kinder fanden es super...größtenteils deshalb, weil man nicht auf das Essen warten musste. Was auch ganz hoch im Kurs war – frisch gegrillte Maiskolben am Strand! Sehr lecker...

 

Wer lust auf Warung-Küche hat sollte auf jeden Fall im Bumi und ins Varuna!

 

Yoga-Liebhaber kommen in Bali total auf ihre Kosten. Es gibt viele Studios in denen man einfach Kurse besuchen kann ohne sich vorher anzumelden. Ich war ein paar mal im Serenity Guest House und fand es herrlich (unbedingt nach der Stunde eine Chia-Bowl essen). Man genießt absolute Ruhe und hat einen tollen Ausblick ins Freie...etwas was zu Hause leider nicht of möglich ist. Die Stunde kostet meist 100 000 Rupia – etwa 7 €. Wenn man öfter gehen möchte werden auch Wochen- oder Monatskarten angeboten. Damit hat man die Möglichkeit die Studios unbegrenzt oft zu nutzen. Yoga auf Bali würde ich jedem empfehlen – es ist ein tolles Erlebnis.

 

Wir haben genau einen Ausflug gemacht...zum Tempel Tanah Lot.

 

Es war der absolute Reinfall und ich würde es keinem empfehlen. Nachdem man Eintritt bezahlt hat und seinen Roller parkt läuft man erst durch einen schrecklichen Markt wo es nichts als Ramsch gibt und gelangt dann endlich, nach einem kurzen Weg durchs Wasser, zum Tempel. Man wird von Mönchen aufgefordert sich rein zu waschen...natürlich gegen eine kleine Spende.

 

Und dann...wenn man endlich zum Tempel hinauf will ist dort ein geschlossenes Tor – man darf den Tempel nämlich nur in der Landes typischen Tracht betreten. Sagen tut einem das natürlich vorher keiner...

 

Wir waren insgesamt keine Stunde dort. Es war heiß, voll und einfach gar nicht schön.

Wir waren insgesamt zwei Wochen in Canggu in zwei verschiedenen Villen...eine Woche hätte völlig ausgereicht. Die Villa Capella lag etwas abgelegener, war aber auch sehr schön. Es gibt wirklich nicht viel zu tun ausser chillen, surfen, essen und ein bisschen in den kleinen Shops stöbern. Samstags und Sonntags gibt es einen kleinen Markt neben dem Monsieur Spoon, wo lokale Labels ihre Sachen verkaufen – hauptsächlich Schmuck und Mode. Sonntags gibt es noch zusätzlich einen Makers-Market etwas weiter die Straße runter, der sehr ähnlich ist.

 

Nach Canggu hieß es wieder Koffer packen und ab an den Flughafen - wir fliegen nach Lombok! Die Packerei habe übrigens immer ich übernommen und empfand es als absolut anstrengend....Für einen alleine ist es ja schon nervig - aber dann immer für 4! Definitiv einer der Nachteile am Reisen mit Kindern! :-)

Lombok ist eine kleine Insel neben Bali, die auch mit der Fähre oder dem Speedboat zu erreichen ist. Die Balinesen rieten uns allerdings lieber zu fliegen – es ist um einiges sicherer als übers Wasser zu fahren. Die Flüge mit Lion Air sind auch mit 20 € pro Person recht günstig. Der Flug dauert ganze 20 Minuten – der kürzeste Flug meines Lebens, man darf sich nicht mal abschnallen, so schnell geht es.

 

Dort angekommen wird man erst mal von Fahrern bombadiert, was ziemlich stressig ist. Zum Glück hatten wir uns schon vorher einen Fahrer organisiert.

 

Lombok ist, anders als Bali, zu 85 % muslimisch. Man sieht sehr viele Moscheen und hört auch den Muezzin 5 mal am Tag zum gebet aufrufen. Es tragen sehr viele Frauen Kopftuch...wir haben gelernt, dass sie es nicht müssen. Aber wenn sie es einmal getragen haben, müssen sie es immer tragen. Generell scheint der Islam in Indonesien nicht so streng zu sein, wie wir es aus Europa kennen. Die Frauen sind hier freier und aufgeschlossener.

 

Wir hatten vorher viel nach Unterkünften auf Lombok gekuckt. Es dreht sich eigentlich alles um Kuta Lombok oder Senggigi. Nachdem wir nach Gili Air wollten haben wir uns für Senggigi entschieden, da der Weg von dort aus nicht mehr weit zum Hafen ist. Ausserdem mussten wir unsere Visas in Mataram beantragen und auch dies ist nur eine 20-Minütige Fahrt davon entfernt und nachdem wir 2 mal ins Amt mussten war dies die beste Option.

 

Auf Lombok haben wir keine Villa oder ähnliches gefunden und mussten ins Hotel. Was ja auch mal ganz schön ist...in Senggigi gab es eigentlich nur Luxus Resorts und wir haben uns für das Living Asia entschieden! Es war wirklich sehr schön...gibt nichts zu meckern.

 

Sonst hatte Senggigi leider nicht viel zu bieten - Eine weniger schöne Straße mit ein paar Warungs und Restaurants. Das wars...Wir hatten wieder einen Roller, auf den wir gut verzichten hätten können. Es gab wirklich nichts zu sehen in der Nähe und zu viert Stunden lang auf dem Roller zu sitzen macht einfach keinen Spaß. Natürlich kann man auch hier wieder Touren buchen, aber zu viert ist es dann eben doch immer viel Geld und ganz ehrlich...wieviele Wasserfälle muss man auf der Welt gesehen haben? Also entspannten wir die meiste Zeit im Hotel, genossen Roomservice und Drinks am Pool und warteten bis die Woche verging. Dies war unsere teuerste Woche der ganzen Reise und es hat sich nicht wirklich gelohnt. Senggigi würden wir nicht nochmal besuchen...Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

 

Nach einer Woche Lombok waren wir froh als endlich der Tag kam an dem wir nach Gili Air übersiedeln würden.

 

Wie aufregend...eine Bootsfahrt über das offene Meer! Die Jungs fühlten sich wie Captain Jack Sparrow! Man kann entweder mit der Fähre fahren, die 2 mal am Tag ablegt oder ein privates Boot nutzen. Wir haben uns für die private Variante entschieden...mit 2 Kindern war es so leichter. Ohne Kinder hätten wir auch die Fähre genommen...geht auch total schnell. Wir haben vorher nichts gebucht und sind einfach ins Taxi gestiegen und drauf los gefahren Richtung Hafen...dort angekommen haben uns gleich der Besitzer eines Boots und seine Männer in Empfang genommen.

 

Wir haben 600 000 Rupia für die Hin- und Rückfahrt bezahlt. Er gab uns seine Nummer und wir sollten ihn am Tag der Abreise einfach anrufen, dann würde er uns holen. Wir haben ihm einfach mal geglaubt...Die Männer trugen unsere Koffer aufs Boot und los ging die Fahrt.

Keine 15 Minuten später waren wir auch schon da…..im Paradies!

 

Die Insel ist so klein, dass es keine Autos gibt...nur Fahrräder oder den Lombok Ferrari! Ein wackelige Kutsche die von einem mini Pferd gezogen wird. Man kann von der Anlegestelle natürlich zu Fuß zur Unterkunft laufen, mit 2 Kindern, einem Koffer, einem Reiserucksack, dem Kinderwagen und weiteren 4 kleinen Rucksäcken haben wir uns für die "Komfort-Variante" entschieden und sind in die Kutsche eingestiegen. Angefangen bei einem stolzen Preis von 200 000 Rupia haben wir uns am Ende auf 100 000 Rupia geeinigt...versuchen können sie es ja mal! ;-)

 

Wir haben 2 Tage zuvor über Booking.com eine Unterkunft gebucht...die Star Bar Bungalows. Die Anlage wird von ein paar Jungs geführt, die wirklich sehr herzlich und lieb sind. Sie haben die Jungs geliebt und immer mit ihnen gespielt und sie bei Laune gehalten. Überhaupt ist es auf der Insel mega entspannt. Man kann einfach die Seele baumeln lassen...die Jungs konnten rumspringen wie sie wollten, da ihnen quasi eh nichts passieren konnte. Sie waren im 7. Himmel.

 

Aber eben nur quasi...

 

Maxim hat nämlich leider Bekanntschaft mit einem Wespennest gemacht und wurde binnen Sekunden total zerstochen. GOTT SEI DANK war er nicht allergisch...auf der Insel hätte uns womöglich keiner helfen können. Es gab eine kleine Krankenstation wo wir dann auch waren und ein Medikament bekommen haben...aber für wirkliche Notfälle sind sie dort nicht gerüstet.

 

Er war sehr tapfer und nach dem der erste Schock überwunden war, gab es erst mal ein Eis und danach ging es ihm schon deutlich besser. 

Auf der Insel kann man Fahrräder mieten, mit denen sind wir dann rumgefahren...sind geschnorchelt und haben die tollsten Fische gesehen. Leider haben sich die Schildkröten versteckt, was das ganze aber nicht weniger spannend machte. Ich war einmal beim Yoga...so schön mit Blick aufs türkise Meer.

 

In allen Unterkünften und Restaurants gab es Wlan...aber der Strom fiel täglich für mehrere Stunden aus und dann wird der Generator nur für das wesentliche genutzt! Die Küche zum Beispiel...somit waren wir oft von der Aussenwelt abgeschnitten und das hat richtig gut getan. Die Kinder waren am Ende unseres Aufenthalts komplett voller Schmutz und Dreck...sie konnten einfach mal Kind sein – ohne Fernsehen oder Ipad. Und siehe da...es hat ihnen nichts gefehlt. Sie haben nicht einmal danach gefragt…

 

 

Wir haben dort so viele nette Leute kennengelernt...Backpacker hauptsächlich. Viele blieben Monate lang auf der Insel. Ich kann es verstehen...wir waren zum ersten mal richtig traurig als wir nach 4 Tagen wieder ins Boot stiegen und es uns zurück nach Lombok brachte. Beim nächsten mal werden wir es anders machen...wir fahren von Bali direkt mit dem Boot nach Gili Air und bleiben längere Zeit. Wir waren sicher nicht zum letzten mal dort!

Ein kleiner Tipp noch...es ist eine sehr kleine Insel die per Boot mit dem nötigsten beliefert wird! Auch wenn man dort fast alles bekommt, kostet es natürlich viel mehr als auf Bali oder Lombok. Also am besten mit allen Notwendigkeiten wie Shampoo, Windeln, Sonnencremes etc. eindecken...so spart man sich viel Geld!

Nachdem uns unser Boot unter Regen wieder von der Insel holte und Maxim unbemerkt seine Schuhe auszog fuhren wir mit Sack und Pack, jedoch ohne Schuhe, zurück nach Lombok. Maxim verbrachte die nächsten 4 Tage Barfuß was weder ihm noch sonst jemandem etwas ausmachte.

 

Wir fuhren mit dem Taxi einmal über die Insel...die Fahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit, tatsächlich waren es ca. 2 Stunden. Kuta Lombok ist jetzt auch nicht einer der schönsten Orte jedoch um einiges besser als Senggigi. Es gibt ein paar nette kleine Cafés und Restaurants, ähnlich wie in Canggu, und einen kleinen Markt entlang der Hauptstraße. Wir blieben in einem netten kleinen Homestay und haben uns wieder Roller ausgeliehen...dieses mal habe ich endlich meine Angst überwunden und bin selbst gefahren. Es war herrlich...hätte ich gewusst wieviel Spaß das macht, wäre ich vom ersten Tag an gefahren. Von da an haben wir die Insel erkundet und sie hat doch im südlichen Teil einiges zu bieten. Es gibt viele tolle Strände an denen man fast alleine ist...anders als auf Bali sind die Strände hier auch sauber und nicht zugemüllt. Ein schöner Abschluss auf dieser Insel, die uns zuerst nicht überzeugte.

 

 

Somit waren wir schon fast am Ende unseres Aufenthaltes in Indonesien angelangt...es blieben uns noch 5 Tage um die 6 Wochen voll zu machen. Wir haben uns dafür entschieden Nusa Dua zu besuchen. Es gilt als sehr Familienfreundlich und wir wollten die letzten Tage einfach nur genießen.

 

Die Mitarbeiter am Flughafen fanden es übrigens sehr amüsant, dass Maxim ohne Schuhe angereist ist...Ein Glück für Maxim, dass man in Nusa Dua endlich mal shoppen konnte, somit bekam er endlich wieder Schuhe! ;-)

Tatsächlich hatte unser Hotel, das Novotel Nusa Dua, einiges zu bieten. Eine sehr angenehme Überraschung war die Kinderbetreuung vor Ort. Die Kinder waren so begeistert davon und hatten so viel Spaß, dass sie direkt nach dem Frühstück rein wollten und den ganzen Tag nicht raus wollten. Zugegeben...wir waren nicht traurig, als wir endlich mal 5 Minuten in Ruhe am Pool liegen konnten oder einfach mal ein Tischtennismatch zu Ende spielen konnten.

 

Auch hier liehen wir uns wieder Roller aus um die Gegend zu erkunden. Die Gegend ist schon eher posh...um nach Nusa Dua reinzukommen fährt man durch ein Tor an dem jeder kontrolliert wird. Wenn man dann drin ist, ist es absolut sauber und ordentlich und die Straßen sind hübsch bepflanzt. Es gibt ein Einkaufszentrum in dem ein Restaurant an das nächste gereiht ist und die Mehrzahl der Shops einen fürs surfen ausstatten oder indonesische Souvenirs verkaufen. Im großen und ganzen nichts besonderes, aber mal ganz nett um rauszukommen.

 

Wer nicht ganz so tief in die Taschen greifen möchte, kann einen der Märkte besuchen, die direkt vor den Toren nach Nusa Dua angesiedelt sind. Hier bekommt man die üblichen Fälschungen oder eben Strandkleider, Saris, die für Bali typischen Batiken, Sonnenbrillen und vieles mehr.

 

In der Hitze macht es nicht sonderlich viel Spaß die Touristenattraktionen zu besuchen...einmal haben wir uns trotzdem aufgerafft. So fuhren wir zum Water Blast - Gestein an dem sich das Wasser so lange staut bis es überspritzt. Nicht weit davon entfernt ist ein Piratenschiff aufgebaut auf dem die Kinder sich austoben können. Leider haben wir es dort hin nicht mehr geschafft, da es einfach viel zu heiss war und Maxim keine Lust zu laufen hatte. Überhaupt waren die Kinder meist damit zufrieden mit dem Roller über die Insel zu fahren. Zu Hause gibt es das in der Form leider nicht mehr...aber ich arbeite hart daran meinen Mann davon zu überzeugen, dass wir uns eins zulegen müssen.

Da waren wir nun…6 Wochen Indonesien vergingen wie im Flug. Schon war der nächste große Abschnitt unserer Reise vorbei. Wir haben die Zeit hier sehr genossen...die Balinesen sind unglaublich herzlich und kinderfreundlich. Diese gelassenheit, die man hier erlebt zieht einen schnell in seinen Bann. Trotzdem waren wir nicht traurig, als die 6 Wochen rum waren. Immer nur Strand, Meer und Pool ist auf Dauer auch langweilig und recht viel mehr hatte es für uns leider nicht zu bieten.

 

Mit den Kindern schafft man oft doch nicht alles was man sich vornimmt, weil es eben logistisch nicht machbar ist. Und die ganzen touristischen Attraktionen haben wir bewusst weggelassen, da wir die Inseln eben nicht als Tourist bereisen wollten, sondern sie viel mehr erleben wollten. Ich denke das ist uns so ganz gut gelungen und den Kinder hat es auch viel Freude bereitet. Und für uns Eltern war es auch mal schön komplett abzuschalten.


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